Fünf Betragsgruppen getrennt erfassen
Servicegebühren
Personenzahl, Abrechnungsmonate, Mindestlaufzeit, Teilmonatsregel und Pflichtzusätze erfassen. Ein Monatspreis kann der Gegenwert eines vorausbezahlten Jahresvertrags sein.
Beschäftigungskosten
Bruttolohn, Arbeitgeberbeiträge und vereinbarte Leistungen einbeziehen. Im Bruttolohn enthaltene Arbeitnehmerabzüge sind keine zusätzlichen Arbeitgeberkosten. Land, Steuerjahr und Berechnungsgrundlage anfordern.
Weitere Gebühren
Einrichtung, Transaktionen, Wechselkursaufschlag und gegebenenfalls nicht abzugsfähige Steuern erfassen. Bereits enthaltene Positionen kennzeichnen. Währungen bis zur ausdrücklichen Kursannahme getrennt halten.
Gebundene oder vorgezahlte Mittel
Erstattbare Kaution, Lohnvorfinanzierung und vorausbezahlte Gebühren mit Fälligkeit und Erstattungs- oder Anrechnungsbedingungen erfassen. Später verrechnete Vorfinanzierung ist kein zusätzlicher Aufwand.
Ausstieg und Restverpflichtungen
Dienstleistungsvertrag und Arbeitsverhältnis getrennt betrachten. Nur noch nicht erfasste Kündigungs-, Abwicklungs- oder verbleibende Servicekosten hinzufügen; relevante Gutschriften einmal abziehen.
Rechenbeispiel: drei Monate oder ein volles Jahr
Reines Beispiel, kein Anbieterangebot. Eine Person; M kostet monatlich EUR 500. A kostet rechnerisch EUR 450 monatlich, aber EUR 5.400 für zwölf Monate im Voraus, ohne angenommene Erstattung ungenutzter Gebühren. Beide verlangen EUR 6.000 erstattbare Kaution und EUR 6.000 für den ersten Monat Lohn und Arbeitgeberkosten. Alle Startzahlungen sind vor der ersten Gehaltsabrechnung fällig. Wechselkurskosten, Steuern, Zusatz- und Ausstiegskosten bleiben unberücksichtigt.
| Vergleichspunkt | M · monatliche Zahlung | A · jährliche Vorauszahlung |
|---|---|---|
| Monatlicher Gegenwert der Servicegebühr | 500 | 450 |
| Servicegebühr für ein Dreimonatsprojekt | 1.500 | 5.400 |
| Zahlungsbedarf vor der ersten Gehaltsabrechnung | 12.500 | 17.400 |
| Servicegebühr für volle zwölf Monate | 6.000 | 5.400 |
A spart bei einem vollen Jahr EUR 600 Servicegebühren, bindet für das Dreimonatsprojekt aber EUR 3.900 mehr Servicegebühren und verlangt EUR 4.900 mehr Startliquidität. Die Kaution von EUR 6.000 ist bei angenommener Erstattung kein endgültiger Aufwand. Die Tabelle berechnet nicht die gesamten Beschäftigungskosten.
Kosten berechnen, dann Zahlungskalender erstellen
- Kosten der Zusammenarbeit = zugesagte Servicegebühren + Beschäftigungskosten + sonstige Gebühren + zusätzliche Ausstiegs-/Restkosten − relevante Erstattungen oder Gutschriften. Erwartet rückzahlbare Kautionen nicht addieren.
- Startliquidität = tatsächlich vor dem gewählten Beginn oder ersten Gehaltslauf fällige Beträge. Stichtag nennen; nicht jede monatliche Ausgabe ist am ersten Tag fällig.
- Finanzierungsbedarf an einem Datum = kumulierte Auszahlungen minus kumulierte Erstattungen oder andere dem Vorhaben zugeordnete Einzahlungen. Die Spitze ist der höchste positive Saldo dieses Zeitplans. Spätere Erstattungen finanzieren keine früheren Zahlungen.
Ihre Arbeitsunterlage
Textvorlage herunterladen und lokal bearbeiten oder im Ländervergleich eine anbieterbezogene Budgetanfrage erstellen. Unbekannt ist nicht null. Jeden Betrag mit Währung und Quelle versehen.
- Szenario: Land / Arbeitsort / Rolle / Personen / Beginn / geplante Monate
- Angebot: Anbieter und Rechtsträger / Version / Gültigkeit / Währung
- Service: Stückpreis / Abrechnungsmonate / Mindestplätze / Jahresbindung / Verlängerung
- Beschäftigung: Bruttolohn / Arbeitgeberbeiträge / Leistungen / Steuerjahr und Grundlage
- Weitere Gebühren: laufend / einmalig / Steuerbehandlung / Wechselkursannahme
- Zahlungsplan: Fälligkeit | Betrag und Währung | Zweck | Anrechnung oder Erstattungsbedingung | Nachweis
- Ausstieg: Servicekündigung / Ende des Arbeitsverhältnisses / Restgebühren / Gutschriften, ohne Doppelzählung
- Offene Beträge: zuständige Person / fehlendes Dokument / Frist
- Ergebnis: Kosten je Währung / Startliquidität und Stichtag / Spitzenbedarf und Datum
Mit einem Ländervergleich weiterarbeiten
Deutschland: Anbieter und Budget vergleichenVereinigtes Königreich: Anbieter und Budget vergleichenWeiterführender Leitfaden
EOR-Nachweise: 16 Fragen vor VertragsabschlussQuellen und Methode
EORInsight hat diese praktische Zusammenstellung mit KI-Unterstützung aus öffentlichen Quellen und den genannten fiktiven Annahmen erstellt. Keine unabhängige rechtliche, steuerliche oder muttersprachliche Fachprüfung. Die Vorlage dient der Vorbereitung, nicht als Beratung oder Konformitätsprüfung eines Anbieters. Bei Bedarf fachlichen Rat zum konkreten Modell einholen.
Amtliche Länderquellen am 20. Oktober 2026 geprüft. Anbieterpreise und Bedingungen bleiben mit eigenen Nachweisdaten in den Ländervergleichen. Einzelne Anbietererlaubnisse oder private Angebote wurden hier nicht unabhängig geprüft.
- AÜG § 1
- Bundesagentur für Arbeit · Arbeitnehmerüberlassung
- GOV.UK · National Insurance rates and categories
- GOV.UK · Workplace pensions: contribution basis
- GOV.UK · Written statement of employment particulars
- nidirect · Employment contracts (Northern Ireland)
Ausgabe 1.2 ergänzt die Länderhinweise im Beschaffungsdownload sowie das vollständige Rechenbeispiel und Links zu den Länderbudgets in den Vorlagen. Die ursprünglichen Referenzbriefe stammen vom 18. Oktober 2026. Sprach-URL und Version zitieren.
Zitiervorschlag
EORInsight. EOR-Kosten und Liquidität planen: eine Arbeitsvorlage. EORI-RB-2026-10-A. v1.2. 2026-10-20. https://eorinsight.com/resources/de/eor-cost-cash-planning/